Donnerstag, 2. 9. 2010, 20 Uhr: (Eintritt frei) LOCAL RADIO’S ROCKING SAFARI Blues Rock / Pop Rock, Bremen R. Dark Band: Peter Weiß (gtr/vcls), Frank Ostersehlt (kbrds/prcssn/vcls), Hans Kaluza (bss/vcls), Klaus Gärtner (drms/vcls) Backbeat: Sven Warnke (vcls/gtr), Timo Plettenberg (gtr), Phillip John (kbrds), Benny Lauckner (bss/vcls), Andreas Pfaar (drms) Der Sommer neigt sich dem Ende zu, gewisse Regierungen neigen sich dem Ende zu - nur unsere Safaris rollen weiter und weiter. Heute Abend präsentieren wir zwei bremische Bands, deren erste ein gewisses Täuschungspotenzial beinhaltet. Denn wer glaubt, dass das, was der Frontmann dieser Truppe solo (auch hier schon wohlgelitten) veranstaltet, auch nur das Geringste mit dieser Band zu tun hat, der täuschet sich gar gewaltig. Bei R. Dark geht es nämlich heftig elektrisch zur Sache, fulminanter Bluesrock ist angesagt. Mehr noch sommerlich flockig-rockig kommen dagegen Backbeat daher - auch sie schon mehrfach angenehmst hier aufgefallen. Deren Geheimnis liegt vor allem in ihrer außergewöhnlichen Vielseitigkeit. Diese Leute verstehen es einfach, ihren musikalischen Finger direkt an den Puls der Zeit zu legen, aber auch Altbewährtes in ihre eigenen Kompositionen einfließen zu lassen. Zudem ist ihr Programm hier und da auch mit ausgewählten Coverstücken gespickt. Gibt 'ne schöne Safari! Freitag, 3. 9. 2010, 21 Uhr: (AK 8,-) NASTY DOGS Blues Rock, Aurich Lutz Kempa (gtr), Vasco Ivanov (gtr), Thomas Ukena (bss), Wolfgang Kurz (drms) Um einen uralten Kalauer etwas abzuwandeln: In Aurich wär's traurich - wenn es diese Band nicht gäbe! Die vier Herren haben sich seit sieben Jahren zeitgenössischen Southern-Rock sowie - natürlich! - Blues auf ihr Banner gepinselt, und wie im Namen schon dezent angedeutet, gehören Songs einer gewissen nicht ganz unberühmten Drei-Mann-Kapelle aus - noch natürlicher! - Texas zu den Programmschwerpunkten. Daneben finden sich im Liedgut dann noch so exquisite Autoren wie Jonny Lang, Kenny Wayne Shepherd, Johnny Winter, Stevie Ray Vaughan oder Robben Ford, aber auch eher rockorientierte Sachen von Paul Gilbert, Kiss oder 38 Special. Um es auf den Punkt zu bringen: Diese garstigen Hunde präsentieren uns Musik, die sie selbst gut finden - und das kommt live denn auch wunderbar rüber. Samstag, 4. 9. 2010, 21 Uhr: (Eintritt frei) DOCK 5 Deutsch Rock, Bremen Andree Krenke (vcls/gtr), Kai Franz (gtr/vcls), Chris Beck (gtr/vcls), Sven Petrat (kbrds/vcls), Axel Schüler (bss/vcls), Friedrich Buse (drms) Dock 5 wird fünf! Und dieser Geburtstag unserer heimischen Helden soll hier und heute gebührend gefeiert werden. Wobei unsererseits gleich zu Anfang eine kleine Entschuldigung fällig ist - und zwar für die wiederholte Benutzung der musikalischen Schublade "Deutsch Rock": Ersteres stimmt zwar absolut, Zweiteres charakterisiert das Ganze aber nur eher ungenau. Die musikalische Bandbreite von Dock 5 erstreckt sich nämlich entschieden vielfältiger von Blues, Country und Rock'n'Roll über Punk und Reggae bis hin zu (wirklich und wahrhaftig) zarten Liebesliedern. Die Band selbst spricht poetisch von Roadmovies für die Ohren, und Poesie ist auch genau das Stichwort für die (und jetzt kommt schon wieder "deutsch" ins Spiel) mit Liebe und Anspruch gedichteten Texte. Von lauthartschnell bis leiseweichlangsam: ein buntes Kaleidoskop voller Dock 5. Lasst knacken, Jungs - und auf die nächsten fünf Jahre! Dienstag, 7. 9. 2010, 20 Uhr: (Eintritt frei) PISTOL PETE’S DINOSAUR TRUCKERS Americana Roots, Bayern Pete (vcls/gtr/bnj), Daniel (gtr/stl gtr), Till (mndln/vcls), Tobi (bss) Jo mei - giabt's denn dös aa? Mitten aus dem weißblauen Seehoferland machen sich diese vier Musikanten anheischig, uns gleich mehrere Kiddie- und Teenieträume aus einmal zu erfüllen. Deshalb haben sie auch ihren ursprünglichen Namen (Pistol Pete and the Dixieland Highgrass Band) geändert, weil die Dixieland-Generation ja allmählich im Pflegeheim ist und mit Highgrass nicht mal Kiffer noch was anfangen können. Dinosaurier dagegen sind schon richtig ausgestorben und darob allzeit schwer angesagt, vom Trucker-Dasein träumt so mancher deutsche Autobahn-eins-Geschädigte – und 'nen kleinen Outlaw (deshalb die Pistole!) haben wir ja alle in uns... Genug geblödelt, es geht ja schließlich um Mucke, nicht wahr. Und da erwarten uns handgemachte, ehrliche Musik und ausschließlich selbstgeschriebene Songs mit Texten, die größtenteils von der dunkleren Seite des Lebens handeln, gekleidet in eine raue und kantige Mischung traditioneller nordamerikanischer Musik, wie man sie heutzutage nur selten zu hören bekommt. Instrumentiert mit Gitarre, Banjo, Mandoline, Lap Steel Guitar und Kontrabass (tatsächlich: Kein Schlagwerker!) kreiert die Band einen archaischen, jedoch trotzdem nie veralteten Sound. Donnerstag, 9. 9. 2010, 20.30 Uhr: (Eintritt frei) JAILROCK DUO Akustik Rock, Hamburg Malte Lackmann (vcls), Lars Hofmann (gtr) Ja, was hamwer denn hier? Jailrock kennen werja. Das sind diese durchgeknallten Hamburger (mit teils Bremer Wurzeln) Rock'n'Roll-Lebenslänglichen, die hier schon des Öfteren die Bühnenbretter haben erzittern lassen. Der Shouter und der Axtmann dieser Formation bilden nun das Jailrock Duo - und kommen uns zwar schwer akustisch, aber nichtsdestotrotz derbe rockig daher. Also (Eigenwerbung) mehr als nur der kleine Ableger der Fünf-Mann-Band. Neben Songs aus der Show des Quintetts bietet das Duo nämlich auch (nochmal Eigenwerbung) schmissige Pop- und Folk-Songs aus den letzten hundert Jahren Musikgeschichte. Ob ein Seefahrerlied aus dem Jahre 1904 (Meisenhäme: Das ist mehr als 100 Jahre her, ihr Hamburger), Klassiker aus den letzten fünf Dekaden oder gar Songs aus den aktuellen Charts, das Repertoire wird an jedem Abend mit angenehmen Überraschungen zu spicken versprochen. Freitag, 10. 9. 2010, 21 Uhr: (Eintritt frei) GREEN LAVENDER Marillion-Cover, Stadtland Wolfgang Röße (vcls), Andreas Plump (gtr), Andreas Damröse (kbrds), Stefan Scatulla (bss), Jens Thaden (drms) Marillion ist Geschichte. Und zwar schon lange. Diese Legende des Progressive- oder Art Rock (auch schon ziemlich lange her), von übelmeinenden Spöttern damals wie heute gerne auch schon mal als "Genesis für Arme" verspöttelt, dümpelte spätestens seit dem Weggang ihres charismatischen Frontmannes Fish eh nur noch halblang inner Gegend rum, und für die wahren Fans - des gesamten Genres wie auch ganz speziell dieser einen Band - ist die Vergangenheit wohl eh die beste Zeit - allerdings auch die, die nicht wiederkommt. Wiebitte? Nicht wiederkommt?? Aber hallo! Diese Zeit ist im Grunde ja überhaupt gar nicht weg gewesen!! Sie lebt!!! Und zwar auf jedem Fall in diesem hier schon schwerstens beliebten Fünfer, der aber auch so was von original wie Marillion - mit Fish natürlich! - klingt. Also ein Nostalgie-Erlebnis der ganz besonderen Sorte: Green Lavender. Samstag, 11. 9. 2010, 21 Uhr: (Eintritt frei) HELLION / HOT CAMSHAFT Hard Rock, Lemwerder / Nienburg Hellion: Jöhnny Mürphy (vcls/gtr), Monsieur Plomó (gtr), Sir Pelzer (bss/vcls), Mario Ana (drms/vcls) Hot Camshaft: Oliver (vcls), Einar (gtr), Andy (gtr), Maico (bss), Jörg (drms) Über die formidablen Vier von Hellion (das hat was mit höllisch im Sinne von höllisch gut zu tun) müssen wir wohl nicht mehr allzu viele Worte verlieren, denn mit ihrem "fuckin' good Rock" begeistern die Lemwerderaner uns ja nun schon satte fette 13 Wahnsinnsjahre lang. Verwiesen sei deshalb nur noch mal kurz darauf, dass der Sound keineswegs nur hart losbrettert (das erfreulicherweise natürlich auch), sondern auch mit vielen feinen kleinen musikalischen Gimmicks veredelt wird. Das ursprüngliche Spaßprojekt hat sich nämlich in den vergangenen Jahren mehr und mehr zu einem höchst qualitativen Rock-Act mit einem Hang zur Sozialkritik und schön perfidem Humor ausgewachsen. Und wenn die verrückten fünf Nienburger von Hot Camshaft heute auch nur halb so überzeugend supporten wie vor 'nem knappen halben Jahr (für die Tommies von Four Wheel Drive), dann ist demnächst wohl mal ein langer. lauter Abend als Hauptact fällig. Donnerstag, 16. 9. 2010, 20 Uhr: (Eintritt frei) MATT & THE STRANGERS Psychedelic Blues Rock, Berlin Matthias Kraft (vcls/gtr), Thomas Müller (bss), Klaus Walter (drms) Um zwei Dinge gleich vorwegzuschicken: Nein, der Typ am Bass ist nicht DER Thomas Müller. Und nochmal nein, der Macker am Schlagzeug ist auch nicht DER Klaus Walther (der schreibt sich nämlich mit "h"). Dieses Trio ist vielmehr aus Balin, wa, und macht ooch wat völlich anderet. In typisch hauptstädtischer Bescheidenheit attestieren die Herren sich selbst einen großen Horizont und einen satten Sound, der deutlich an niemand Geringeren als einen gewissen Hernn Hendrix erinnern soll. Und weiter im Selbstlob: "Zu der emotional packenden, druckvoll bis zart filigranen Stimme gibt die Band mit sehr präzisem und dynamischem Spiel die Grundlage zu bester Rock- und Bluesmusik alter Prägung. Dabei liegt der eine Schwerpunkt auf den Klassikern der Jimi Hendrix Experience, der andere auf den eigenen Kompositionen. Die Musik reizt bei einfacheren oder komplexeren Songstrukturen stets zum Mittanzen." Na, denn ma fröhlichet Hüpfen, wa! Freitag, 17. 9. 2010, 20 Uhr: (AK 5,-) QUIRON / PARALYZED / DARK DAZE AHEAD / PUNISH MY HEAVEN Metal / Alternativ Metal / Progressive Metal, Bremen / Bremerhaven / Bielefeld Quiron: Flo (vcls), Mirko (gtr), Stefan (gtr), Bas(s)ti (bss), Marco (drms) Paralyzed: Roddie (vcls/gtr), Chrishi (vcls/bss), Robin (gtr), Kevin (drms) Dark Daze Ahead: Markus (gtr), Sarina (gtr), Ando (bss), Jens O' (drms), Max (vcls) Punish My Heaven: Sebastian , Florian , Frank , Pierre Für Erbonkel Helmut, der heute sein 83. Wiegenfest zelebriert, wäre dieser Abend nu wirklich überhaupt nix: Keine Zucht, keine Ordnung, keine Posaunen - und vor allem: Ernst Moik muss draußen bleiben. Hier geht es nämlich zur Sache, hier wird Leder getragen, hier wird Krach gemacht! Und zwar von nicht weniger als vier (in Ziffern: 4) veritablen Bands einen lieben langen lauten lustigen Rock'n'Roll-Freitachabend lang metallischer Krach! Und nämlich (mehr oder weniger) rein metallisch, alternativ metallisch (was nu echt kein Kunststoff ist), progressiv metallisch und melodisch Todes/abfallmetallisch - also insgesamt schwerstens metallisch (was wiederum nicht mit heaviest metal zu übersetzen ist). Und ohne eine dieser vier Formationen bewusst herausheben zu können oder gar wollen: Bei Dark Daze Ahead gibt's sowas Exotisches wie 'ne Metal-Lady (am Rhythmusbrett) und sowas noch Exotischeres wie 'ne Phil-Oakey-Gedächtnisfrisur zu bestaunen! Samstag, 18. 9. 2010, 21 Uhr: (AK 10,-) MOST FABULOUS LONG GONE DICKS Blues, Bremen Andreas Linke (vcls/gtr), Norman Karlsen (vcls/drms), Axel Rosenbaum (hrp/vcls), Hans Werner "Locke" Loock (bss/vcls) Die erste Reaktion: Was für ein bescheuerter Bandname! Die zweite Reaktion: Das ist so beschmiert, dass es schon wieder genial ist!! Und die dritte Reaktion: Diese Typen kenn' wir doch!!! Und wie wir die kennen: Diese Gentlemen sind allesamt über Jah-ren-de hinweg sowohl an unseren Tresen als auch auf unserer Bühne einschlägig und notorisch auffällig geworden und haben sich als wahrhaftige Haudegen der von uns allen geliebten Bluesmusik etabliert - sowohl im Leben als auch in der Musik. Und da sich einerseits jeder, der die Herren kennt, vorstellen kann, was bei deren Zusammenspiel für ein Sound herauskommt, man selbigen aber andererseits auch beim allerbesten Willen nur als "unbeschreiblich" beschreiben kann, sei ihnen selbst dieser Platz zur Eigenanpreisung überlassen: "Die stadtbekannten Störenfriede ... bieten Bluesrock voller Energie und Spielfreude. Sollte es während des Konzertes zu unliebsamen Zwischenfällen kommen, wenden Sie sich bitte an den Bewährungshelfer der Vier." Dienstag, 21. 9. 2010, 20 Uhr: (Eintritt frei) METADONE / UNDECIMBER Metal / Gothic Metal, Delmenhorst / Schweden Metadone: Mario , Marius , Marvin , Malte Klammer , Gabba Undecimber: Patrik Ransäter (vcls/gtr), Emma Kronborg (gtr), Andreas Rahm (bss), Peter Jansson (drms) Da heute Dienstag ist, gibt's die Metall-Dosis nur im leichter verdaulichen Zweierpack. Wobei Metadone, das ist Metal-Rock aus Delmenhorst, keineswegs ein Ersatzstoff (wie Methadon) ist. Die Bandmitglieder versuchen, ihr eigenes Ding durchzuziehen und nicht irgendwas zu kopieren, aber gelegentlich gibt's doch auch mal ein geschmackvolles Cover zu hören, zum Beispiel von Metallica(erwartbar) Black Label Society (schon interessanter) oder auch Michael Jackson (da wird's dann spannend und lustig). Etwa schwerer einzusortieren sind dann schon die gar nicht mal so alten Schweden von Undecimber. Das ist nicht etwa die umgetaufte frühere Elektro-Band Reaktor, sondern das sind lediglich 'n paar Ex-Mitglieder davon mit allerdings ziemlich neuem Sound. Zwar sind noch hie und da ein paar Elektro-Einflüsse spürbar, auch etwas Industrial-Sound ist herauszuhören, aber letzendlich geht es bei Undecimber um eine Verbindung von klassischer Gothic-Mucke mit modernem Metal. Höchst spannend, das Ganze! Donnerstag, 23. 9. 2010, 20 Uhr: (Eintritt frei) LOCAL RADIO’S ROCKING SAFARI Progressive Rock, Oldenburg / Niedersachsen Virtual Moon: Ines Plettenberg (vcls), Uwe Fleischhauer (gtr), Dominik Hüttermann (kbrds), Fredo Torpedo (bss), Thomas Nussbaum (drms) Never Mind: Musiker 2 (gtr), Musiker 3 (bss), Musiker 4 (drms), Musiker 1 (vcls) Progressiver Rock ist das Motto unserer heutigen Safari. Die erste Band, Virtual Moon, ist eine fünfköpfige Rockformation aus Oldenburg, die sich anheischig macht, den Spirit der Siebziger einzufangen, den Charme der Achtziger zu beleben, moderne Arragements zu benutzen und aus all dem ein eigenwilliges musikalisches Geflecht zu knüpfen. Die Eigenkompositionen erzählen Geschichten vom Leben, von Liebe,Wut und Trauer, aber auch von Zuversicht und Hoffnung. Letztere kann man bei Never Mind auch noch haben, oder besser gesagt: muss man haben. Denn in ihrem Bandinfo steht lediglich, dass man sich vor 20 Jahren aufgelöst und jetzt wieder zusammengefunden hat. Gespielt werden sollen die "alten Hits" - die immerhin diejenigen kennen dürften, die mit der Musikszene in Görlitz (das liegt kurz vor Polen) Ende der Achtziger vertraut sind. Ach ja: "Rock vom Feinsten" (unverwechselbare Schubalde) soll es sein... Freitag, 24. 9. 2010, 21 Uhr: (AK 14,-) DEMON'S EYE Deep-Purple-Cover, Irland/Deutschland Jens Kreikebaum (vcls), Mark Zyk (gtr), Florian Pritsch (kbrds/rgn), Maik Keller (bss), Andree Schneider (drms) Das Prinzip dieses Clubs dürfte ja bekannt sein: Wenn hier 'ne Tribute-Band (also eine, die sich ausschließlich dem Covern eines einzigen Acts widmet) aufspielt, dann bitte nur vom Allerfeinsten! Und diese Deep-Purple-Epigonen rufen mit ihrer energiegeladenen Show beste Erinnerungen an die kreativen Glanzzeiten des Hardrock-Flagschiffs in den Siebzigern wach und gelten inzwischen als beste ihrer Art in Europa - wie auch wir hier schon feststellen durften. Den offiziellen Ritterschlag haben Demon`s Eye übrigens bekommen, als Original-Purple-Drummer Ian Paice für einige Konzerte den Platz an der Schießbude einnahm und seine Jünger hinterher in den höchsten Tönen lobte: "Diese Jungs sind wirklich fantastisch!" Und der Original-Purple-Bassfachmann steuerte die Rezension eines Demon's Eye-Silberlings bei: "Ich habe Eure CD gehört und war erstaunt; eine großartige Liveaufnahme und so originalgetreu. Super Sache! Ihr könnt zu Recht stolz darauf sein. Viel Glück, Roger Glover." Samstag, 25. 9. 2010, 21 Uhr: (AK 10,-) KRIS POHLMANN BAND Blues, Düsseldorf Kris Pohlmann (vcls/gtr), Olaf Buttler (bss), Elmar Stolley (drms) Zugegeben: Der Name dieser Formation klingt nicht besonders sexy. Ebenfalls zugegeben: Ihr Herkunftsort Düsseldorf ist nicht gerade als Blues-Metropole verschrieen. Und nochmals zugegeben: Einige der Referenzen dieser dynamischen Drei klingen, nun ja, sagen wir etwas gewöhnungsbedürftig. So hat die - vom Frontmann allerdings mittlerweile komplett umformierte - Band zum Karrierestart denselben Preis gewonnen wie weiland die Scorpions (au ha), Juli (au wa) oder Pur (au weh). Aber lasst Euch davon nicht täuschen: Dieses multinational orientierte Terzett ist ein wahrhaftiges Power Trio der allerfeinsten Sorte, der für die Szene noch blutjunge (Kris is' gerade mal gute 30) Gitarrist, wir haben es schon einmal erlebt, ein Meister von begnadeter Kompetenz, Spielfreude und Durchschlagskraft. Und der Sound liegt mit seiner wirklich sehr leichten und darob extrem gut verträglichen Pop-Attitüde einen erfrischenden Tick neben dem erwartbaren Mainstream und ist gerade deshalb ungeheuer spannend und wahnsinnig interessant. Mittwoch, 29. 9. 2010, 20 Uhr: (Eintritt frei) TRACER / STIRRED Rock & Alternativ / Alternativ Rock, Australien / Bremen Tracer: Michael Brown (gtr/vcls), Leigh Brown (bss/vcls), Andre Wise (drms) Stirred: Dominik Schwarz (gtr/vcls), Ulrich Mezger (gtr), Jan Leugering (bss), Michael von Berg (drms), Anne (vcls) Mitten in der Woche präsentieren wir Euch ein formidables Doppelpäckchen, das in genau dieser Zusammensetzung vor fast genau einem Jahr hier schon einmal böse abgeräumt hat. Sogenannter Support (diese Kategorie zählt heute nicht wirklich) ist die von uns auch zuvor schon enthusiastisch gefeierte Bremer Formation The Stirred, vor mittlerweile auch schon vier Jahren einmal Gewinner des Bremer Local Heroes Contests, die sich sich seither konsequent weiterentwickelt hat und überzeugend ihre musikalischen Wurzeln aus Rock’n Roll, Hardrock und Punkrock auslebt. Der sogenannte Hauptact (siehe oben) ist ein ganz ähnliches Kaliber - jedenfalls musikalisch gesehen: Das australische Powertrio Tracer ist nach dem großen Erfolg des Vorjahres (nicht nur bei uns) in diesem Jahr erneut auf Europatournee. Mit ihrem voluminösen Gebräu aus Neunziger-Jahre-Grunge und -Stoner Rock sowie dem allzeit aktuellen klassischen Siebziger-Jahre-Rock bieten die drei Kängurus einen massiv treibenden Gitarrensound mit cleveren Hooklines. Donnerstag, 30. 9. 2010, 20 Uhr: (Eintritt frei) HOT WHEELS Rockabilly, Bremen Ivan (gtr/vcls), Pablo (bss/vcls), Dirk (drms) "Das Trio ist bekannt in der ganzen Musikszene Europas. Man trifft die Jungs oft bundesweit auf Stadtfesten und in berühmten Musik-Clubs." So, so, Jungs - dascha interessant is dascha in Eurem Info, nech. Denn wird's ja wirklich allerhöchste Zeit, dass Ihr auch mal hier in Eurer Heimatstadt und im allerberühmtesten Club auftretet! Und genau das tun sie ja heute endlich - und versprechen uns Feuriges von den Stray Cats und Brian Setzer, Rockabilly-Hits aus den Fünfzigern und Sechzigern, Rock'n'Roll-Grooves - und das Ganze natürlich in knackigem und fettem Sound und mit einer coolen Bühnen-Show. Die Jungs sind eben nicht nur Profis, sondern auch echte Rock'n'Roller. Die unvergleichlichen Bullenfiedel-Shows von Bassist und Sänger Pablo "Captain Groovy" basieren auf weiterentwickelten Rockabilly-Traditionen aus den Fünfzigern, Gitarrist Ivan "Red Bullet" aus Moskau lässt mit seinem vollen Sound und virtuosen Spiel Kennerherzen höher schlagen, und Drummer Dirk "Bum-Bum" Heß beweist mit jedem Schlag. wie sehr er seine Musik liebt.